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3 Modetipps für Menschen im Rollstuhl

die den Oberköper länger wirken lassen

Mode für Menschen im Rollstuhl klingt immer gleich kompliziert. Natürlich gibt es die Rehamode für spezielle Bedürfnisse, die mit dem ewigen Sitzen im Rollstuhl verbunden sind. Optisch kann aber auch die alltägliche Mode uns dabei unterstützen, uns wohl zu fühlen. Dieser Artikel gibt dafür drei Orientierungshilfen.

Es gibt unzählige Arten modisch zu sein, denn die Mode an sich ist unglaublich vielfältig. Sie kann eine Spielwiese, eine Unterstützung oder eine Möglichkeit für uns sein, auszudrücken, für was wir stehen. Deswegen gilt hier eines ausdrücklich: Die folgenden Tipps sind bloße Anregungen. Sie sind keine Gesetze, die andere Wege ausschließen. Jede Kleidung, die uns persönlich ein gutes Gefühl gibt, verdient es, dass wir sie tragen.

 

Das Zeichenmuster eines Reißverschlusses

credit: cc – pixaba – yhttp://bit.ly/2Fmvytp

 

Menschen sind einzigartig. Das gilt natürlich auch für uns Menschen im Rollstuhl. Zumindest ein Punkt vereint aber die meisten von uns: Durch das Sitzen im Rollstuhl wirken wir kleiner, als wir eigentlich sind. Vor allem unser Oberkörper wirkt zusammengestaut. Es gibt jedoch einige Tricks, die diesen Effekt natürlich nicht ganz aufheben, aber deutlich verringern können.
Eine wichtige Grundlage dafür bieten natürlich immer lange Oberteile wie z.B. Longshirts oder Kleider. Im Prinzip gehören auch lange Jacken und Mäntel dazu, die aber für einige von uns durch das Sitzen problematisch beim an- oder ausziehen sein können. Von diesen Grundlagen abgesehen existieren jedoch noch weitere modische Hilfen, die unseren Oberkörper länger wirken lassen können.

Schmale, lange Ausschnitte

Ausschnitte sind ein wichtiger modischer Helfer für viele Lebenslagen. Sie können nicht nur Körperstellen verdecken oder freilegen, sondern eben auch eine verlängernde Wirkung erzeugen. Besonders gut eignen sich dafür schmale und lange Formen. Das klassische Beispiel ist der sogenannte „V-Ausschnitt“. Durch seine Form gibt er viel vom Hals frei und lenkt dadurch den Blick eines Betrachters oder einer Betrachterin eher nach oben. Strickjacken wie diese, zeigen ein gutes Beispiel für einen V-Ausschnitt und greifen dazu noch den zweiten Tipp auf.

Vertikale Linien sind unsere besten Modefreunde

Von seiner Grundform ist der V-Ausschnitt nichts anderes als eine eher vertikale Linie. Vertikale Linien sind unsere besten Modefreunde, da sie Blicke von unten nach oben leiten und somit optisch verlängernd wirken. Wir können uns also freuen, wann immer wir auf sie treffen. Auf dem ersten Blick scheinen sie eine Seltenheit in der Modewelt zu sein, tatsächlich sind sie aber viel alltäglicher, als wir glauben. Das erste, woran wir möglicherweise denken, sind Streifenmuster, wie bei diesem Kleid. Die meisten Linien sind aber viel unscheinbarer und begegnen uns vor allem als Nähte, Knopfleisten oder als Reißverschlüsse. Ja, es stimmt tatsächlich: Auch Reißverschlüsse sind vertikale Linien. Wie schon erwähnt gehören außerdem manche Ausschnitte ebenfalls dazu. Falls wir aber mal eine Linie brauchen und keine zu finden ist, können wir auch selbst welche zaubern. Das geht ganz einfach mit Hilfe von langen Ketten oder auch schmalen, langen Tüchern und Schals.

Große Bereiche in einer Farbe

Nicht nur bestimmte Formen können uns dabei unterstützen, dass unser Oberkörper sich optisch verlängert. Auch die bewusste Auswahl von Farben kann dafür ein gutes Mittel sein. Der klassische Tipp soll natürlich auch hier stehen: Schwarz geht immer. Dunkle und besonders schwarze Bereiche erzeugen wenig Aufmerksamkeit und treten daher in der Wahrnehmung zurück. Wer Farbe mag, kann darauf achten obenrum im gleichen Farbton zu bleiben. Das Prinzip dahinter ist kein Geheimnis: Jede deutliche Farbunterbrechung wird als horizontale Grenze wahrgenommen und verkürzt somit eher. Je größer ein Bereich in einer Farbe ist, umso länger erscheinen wir. Noch dazu haben Farben nicht nur einen visuellen Effekt, sie können uns in bestimmten Fällen auch noch psychologisch unterstützen.

Ein Zusatztipp, der eine Allzweckwaffe für jedes modische „Problem“ ist: Ablenkung!

Helle, kräftige Farben und spannende Muster ziehen die Blicke immer auf sich.
Wenn wir also mit keinem langen Oberkörper auffallen, können wir immer noch mit coolen Röcken, stylischen Hosen oder ausgefallenen Schuhen ein Statement setzen.

 

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit “Peek & Cloppenburg”.

1 Kommentar zu 3 Modetipps für Menschen im Rollstuhl

  1. Eine Freundin ist auch im Rollstuhl. Wenn wir Sachen kaufen, achtet sie auch immer darauf, dass sie bestimmte Teile und Schnitte nimmt. Welche Frau achtet aber darauf nicht? Wir sind doch alle ein bisschen auf unser Aussehen bedacht.

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