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Farben und Muster kombinieren: traut euch!

Meine letzten Modeartikel für Menschen im Rollstuhl haben immer mit dem gleichen Punkt geendet: Unterstreiche deine Lieblingsstellen am Körper - mit Farben und Muster! Ich weiß aber, dass nicht alle so schmerzfrei sind wie ich, und direkt mit allen Farben experimentieren. Deswegen gehe ich in diesem Artikel nochmal genauer darauf ein, wie man Farben und Muster miteinander kombinieren kann.


Es wird Sommer! Draußen scheint die Sonne und die Temperaturen steigen. Gerade jetzt ist die Zeit für bunte Farben und bunte Muster. Allerdings habe ich besonders hier in Deutschland den Eindruck, dass die meisten Menschen unsicher sind, wie sie mit Farben und Muster umgehen sollen. Letztendlich landen sie dann doch wieder bei Schwarz oder Weiß. Schwarz und Weiß passen natürlich immer. Es spricht nichts gegen schlichte Outfits. Falls ihr euch aber auch an andere Farben wagen wollt, aber nicht genau wisst wie – dann seid ihr hier richtig!

Basics

Bevor wir aber starten, muss natürlich die Basis stimmen. Rote Outifits passen super zum Sommer, rote Haut aber eher nicht. Deswegen achtet auf euch und schützt eure Haut mit Sonnenmilch und anderen Pflegemitteln, die man mittlerweile auch ganz stufenlos im Internet besorgen kann.

Außerdem müssen wir eine wichtige Unterscheidung treffen. Es gibt Farben, die wir miteinander kombinieren und es gibt neutrale Farben. Neutrale Farben sind Schwarz, Weiß, Grau, Beige, Olive und Braun. Das Besondere an diesen Farben: Sie sind unser Sicherungsnetz. Neutrale Farben können zu 99% mit allen anderen Farben kombiniert werden. Wann immer ihr euch also unsicher fühlt, könnt ihr auf diese Farbauswahl zurückgreifen.

Der Farbkreis

So, jetzt können wir endlich mitten in den Farbtopf hineinspringen! Natürlich aber nicht ganz alleine, wir nehmen einen wichtigen Begleiter mit: den Farbkreis.

Der Farbkreis

Credit: cc – wikimedia – bwiliam – http://bit.ly/2ru5YNh

 

Der Farbkreis (oder auch Farbrad) dient als eine Art Kompass in der Farbwelt. Sobald wir unsere Ausgangfarbe festgelegt haben, können wir mit der Hilfe des Farbkreises bestimmen, welche anderen Farben wir dazu kombinieren. Um die jeweiligen passenden Farben zu finden, gibt es viele Wege. Vier verschiedene Arten möchte ich euch heute vorstellen:

Analoge Farben:

Analoge Farben liegen direkt nebeneinander

Analoge farben liegen im Farbkreis nebeneinander. Im Fall von Rot sind die beiden anlaogen Farben also Orange und Pink. Um diese Farben nun zu einem stimmigen Outfit zu kombinieren, gibt es einen Trick: Nur eine von diesen drei Farben darf leuchten. Die zwei anderen Farben sollten dunkler sein. Auf diese Weise vermeidet man, dass die Farben sich gegenseitig beißen und zu grell wirken. Stattdessen bekommt man einen schönen Farbverlauf, weil die ähnlichen Farben sich gegenseitig angleichen.

Komplementärfarben:

Komplimentärfarben liegen direkt gegenüber

Diese Farben liegen sich gegenüber. Also zum Beispiel Grün und Pink oder Lila und Gelb. Diese Farbkombinationen eignen sich gut, um große Kontraste herzustellen. Das kann plakativ wirken und trifft nicht immer den Geschmack von allen. Andererseits gibt es Modestile, die genau mit diesem Effekt arbeiten – zum Beispiel das Colorblocking.
Falls man den Effekt abmildern möchte, hilft auch wieder das Prinzip: Hellere Farbe trifft auf dunklere Farbe. Wer auf ganz sicher gehen möchte, kann natürlich die Farben auch mit Kleidungstücken in den neutralen Farben trennen.

Geteilte Komplementärfarben:

bei den geteilten Komplementärfarben spielen die Nebenfarben der Komplementärfarben eine große Rolle

Diese Art der Farbzusammenstellung mag ich besonders gern. Auch hier wählt man sich eine Farbe, geht dann aber NICHT zur Komplementärfarbe, sondern man nimmt einfach die Analogfarben (Nebenfarben) der Komplementärfarbe.
Bei Pink wären die Farben also ein Dunkelgrün und ein Gelb-Grün. Auch hier gibt es wieder einen Kontrast. Dieser wirkt aber in den meisten Fällen harmonischer als bei den direkten Komplementärfarben

Triade:

Bei den Triaden liegen die Farben jeweils drei Farben auseinander und bilden dabei ein Dreieck

Die Triade besteht ebenfalls aus drei Farben. Zwischen den Farben liegen jeweils drei andere Farben auf dem Farbkreis. Eine klassische Triade sind die drei Grundfarben: Rot, Gelb und Blau. Eine andere Version bilden diese Farben: Pink, Blau-Grün und Gelb-Orange. Alle Triaden lassen sich im allgemeinen gut kombinieren.

Bonuslevel: Muster kombinieren

Ja, ich will es heute wirklich wissen: Damit der Sommer wirklich bunt wird, kommen wir – nach meiner Meinung – auch nicht an Kleidungstücken mit Muster vorbei. Natürlich gilt auch hier: Mit einer neutralen Farbe und einem Muster geht nichts schief. Wer sich jedoch etwas weiter trauen möchte und zwei Muster (oder mehr) kombinieren will, braucht kein ganzes Modestudium. In den meisten Fällen reichen diese zwei Grundregeln:

1. Kombiniert verschiedene Mustergrößen: Also zum Beispiel kleine Punkte mit großen Blumen oder großen Streifen.

2. Orientiert euch an den Farben: und hier schließt sich der Kreis. Auch bei den Mustern kommt es vor allem darauf an, dass die Farben zueinander passen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und Kombinieren! Falls ihr noch etwas mehr Theorie möchtet, könnt ihr euch gerne auf meinem Pinterest-Ordner zum Thema Farben vorbei schauen. Genießt die Sonne und die Vielfalt der Farben!

Dieser Artikel entstand in freundlicher Zusammenarbeit  mit der Shop Apotheke

 

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