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Das Rollstuhlfräulein stellt sich vor

 

Hallo liebe Leser und zufällig-vorbei-Klicker, 

 

Offline höre ich auf dem Namen Tanja Kollodzieyski und habe im Jahr 1987 das Licht der Welt erblickt. Bücherfräulein Vier Jahre später habe ich auf ein Bücherregal gezeigt und zum ersten Mal das Wort „Buch“ ausgesprochen, was einer alten Familielegende zufolge mein erstes Wort überhaupt war. Der Grundstein für eine lebenslange Verbindung wurde also schon sehr früh gelegt. Aktuell vertiefe ich diese Verbindung noch an der Ruhr-Universität Bochum, an der ich neben Germanistik, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft im Masterstudium studiere.

Wenn mich jemand darauf anspricht, was für eine Behinderung ich habe, antworte ich meist, dass ich vor meiner Geburt einfach zu lange die Luft angehalten habe, was mein Gehirn nicht für die beste Idee gehalten hat und daraufhin beleidigt in einen lebenslangen Streik im Sachen Motorik getreten ist. In der medizinischen Fachsprache klingt das Ganze etwas langweiliger: Celebralparese mit Tetraspastik.

Im Alltag werden diese beiden Eigenschaften von den  meisten Leuten  getrennt wahrgenommen. Für meinen Bekanntenkreis bin ich das Bücherfräulein, für den Rest der Gesellschaft bin ich im besten Fall das Fräulein im Rollstuhl, das auch gerne mal gefragt wird, ob es überhaupt lesen kann.

Das „Bibliophile Rollstuhlfräulein“ habe ich im Dezember 2013 ins Leben gerufen, um diese zwei Wahrnehmungen endlich zu vereinen und gleichzeitig  der Literatur rund um Behinderung eine Plattform bieten.  Mit der Zeit hat sich mein Blickfeld immer mehr geweitet, so dass ich mich mitterweile nicht mehr als reine Literaturbloggerin verstehe, sondern viel mehr als eine Art Lifestyle – Handicap- Bloggerin mit einer besonderen Neigung zur Literatur.

Mein oberstes Ziel ist aber immer noch bestehen geblieben:

Ich möchte Vorurteile und Berühungsängste abbauen und zeigen, dass hinter Behinderungen mehr steckt als harte Schicksalschläge. Es ist eine andere Art zu leben, die aber nicht weniger Spass machen muß, wenn man bereit ist,  ein paar Dinge mit Humor zu nehmen.

 

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